Wie schmeckt eigentlich frische Milch?

milchglas cma1 Wie schmeckt eigentlich frische Milch?Welche Milch ist wirklich frisch?
H-Milch, Längerfrische Milch, Halbfett-Milch, Frischmilch…Was ist eigentlich was und wer steigt da eigentlich noch durch?
Wir, das lokalgold-Team, möchten dem Aufruf von Slow Food Hamburg folgen und Verbraucher über die unterschiedlichen Milcharten aufklären. Denn die Milch, die wir uns morgens in unser Müsli oder am Nachmittag in den Kaffee gießen, ist sehr oft nicht das, was die Verpackung verspricht. Viel mehr noch, wir als Verbraucher werden regelrecht belogen.

“Frisch” steht drauf, doch was ist wirklich drin?
Im deutschen Handel findet sich hauptsächlich die sogenannte ESL (Extended Shelf Life) Milch. Das liegt an den mangelnden verbindlichen Kennzeichnungsvorschriften seitens der Bundesregierung. Denn ESL-Milch ist durch Hocherhitzung oder Ultrafiltration haltbar gemacht worden und darf trotzdem mit der Bezeichnung „frisch“ verkauft werden. Milch, die bis zu drei Wochen haltbar gemacht wurde, ist aber keine „frische“ Milch.
Wirklich frische Milch ist: Rohmilch und Vorzugsmilch.

Was sind Roh- und Vorzugsmilch?
Rohmilch ist unbehandelte Milch, die nicht über 40 ºC erhitzt und keiner Behandlung mit ähnlicher Wirkung unterzogen wurde. In Deutschland wird Rohmilch als Vorzugsmilch oder direkt von Bauern als Milch ab Hof verkauft.
Rohmilch, die noch einmal filtriert und dann verpackt wurde, wird als Vorzugsmilch bezeichnet. Hier darf die Rohmilch vom Erzeuger und Weiterverarbeiter lediglich gefiltert werden und muss nach der Abfüllung sofort gekühlt werden. Die Milch darf nicht erhitzt (z. B. Ultrahocherhitzung, Pasteurisierung) und nicht homogenisiert werden. Denn nur so bleiben die wichtigen Inhaltsstoffe, wie Vitamine und der natürlicher Fettgehalt weitestgehend erhalten.

Freiwillige Kennzeichnung?
Das Bundesverbraucherschutzministerium, Milchwirtschaft und Handel haben jedoch festgelegt, dass ESL-Milch weiter „Frischmilch“ heißen darf. Auf der Basis einer Selbstverpflichtung wurde eine „freiwillige Kennzeichnung“ der ESL-Milch mit dem Hinweis „länger haltbar“ und der pasteurisierten Frischmilch mit dem Zusatz “traditionell hergestellt“ vereinbart. Dieser Zusatz ist jedoch völlig irreführend, denn er könnte beim Verbraucher die Assoziation von frisch aus dem Euter stammender Milch erwecken.

logo slowfood 2 Wie schmeckt eigentlich frische Milch?Wie bekommen wir Transparenz ins Kühlregal?
Die Verbraucherzentrale und Slow Food Hamburg fordern und wir von lokalgold schließen uns damit an, dass sichergestellt sein muss, dass die wirkliche Frischmilch weiter verfügbar ist und dass der Begriff „Frischmilch“ der üblichen pasteurisierten Milch vorbehalten bleiben soll. Die freiwillige Kennzeichnung sollte einer neuen nationalen Kennzeichnungsverordnung weichen, so dass die ESL-Milch eine eigene Bezeichnung erhält.

Denn nur so können wir als Milchliebhaber wirklich frische Milch von der unechten unterscheiden!

  1. I was very pleased to find this site. This is an intelligent and well written article, you must have put a fair amount of research into writing this. Thank you

  1. Bisher noch keine trackbacks vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar