Catherine André…
Gestern hatte ich das große Vergnügen, mich mit einem wahren und weit gereisten Genussmenschen zu unterhalten. In einem anregenden Gespräch entdeckte ich nicht nur die ein oder andere Lücke in meinem Konzept, sondern konnte gleichzeitig wertvolle Anregungen und Informationen „mit nach Hause nehmen“.
So erfuhr ich u.a. von Catherine André. Catherine André war Schauspielerin in Berlin, bevor sie ins niedersächsische Neubachenbruch zog, um dort Rohmilch- Ziegenkäse nach französischen Rezepten herzustellen.

Mittlerweile kommt sie mit der Produktion kaum hinterher, so groß ist die Nachfrage. Ein Drittel der Produktion geht an Privathaushalte, einer weiterer Teil Feinschmeckerrestaurants. Neue Gastronomiekunden werden nicht mehr aufgenommen. Auch die Variante, noch mehr Ziegen zu halten, lehnt sie ab. “Klein aber fein”, nach diesem Motto möchte sie arbeiten.
Bild: Spiegel Online
Zu den unterschiedlichen Käsesorten zählen u.a. ein Weichkäse mit Blauschimmel nach Art des St. Maure, die “Pyramide in Asche gewälzt”, ein angereifter Käse im Aschemantel. Die Asche wird dafür aus Frankreich importiert. Oder der berühmte Crottin, das sind kleine runde, “Pferdeapfel” genannte Käsestücke. Fast drei Monate verbringt er im Reiferaum, täglich in Salzwasser gedreht und gewendet. Ihn kann man kaum schneiden, er bröselt und ist richtig scharf. Liebhaber stehen auf solche auf der Zunge prickelnden Stückchen, Anfänger greifen lieber zum leichten Frischkäse.


